Unser Anliegen

Im Jahr 1933

wohnten in Göttingen 411 jüdische Frauen, Männer und Kinder. Sie bildeten eine lebendige Gemeinde. Ganz ähnlich sah es im Umland aus: in Adelebsen, Bovenden, Dransfeld, Duderstadt, Hann. Münden, Rosdorf – überall gab es jüdische Familien. Sie alle wurden zwischen 1933 und 1945 vertrieben oder umgebracht. Das jüdische Leben unter uns war ausgelöscht und nur noch im Zeugnis weniger, meist steinerner Reste erhalten.

Nach 1945

haben nur wenige Überlebende es auf sich genommen, zurückzukehren oder zuzuziehen. Erst in jüngerer Zeit wagen Jüdinnen und Juden es wieder, unter und mit uns zu leben. Seit 1994 gibt es in unserer Stadt erneut eine jüdische Gemeinde. Zusammen mit ihr wollen wir dafür einstehen, dass die Erinnerung an das im Namen unseres Volkes zerstörte jüdische Leben wach gehalten wird und dass Juden in der Bundesrepublik Deutschland unversehrt und in Frieden leben können.

Ein erneuertes
jüdisch-christliches Verhältnis

ist nur ein kleiner, aber wesentlicher Beitrag zum Frieden unter den Religionen der Welt. Er ist wichtig, denn er kann Christen und Juden befähigen, exemplarisch ein besseres Verhältnis zu anderen Religionen in unserer pluralistischen Gesellschaft zu finden.

Die grauenvollen
Untaten des Naziregimes

dürfen nicht vergessen, aufgerechnet oder gar geleugnet werden. Wir sind den Opfern das Gedenken schuldig wie unserer eigenen Zukunft die Wahrhaftigkeit. Wir bemühen uns, die reichen Schätze jüdischen Lebens, Glaubens und Denkens zu vermitteln. Wir treten ein für den Staat Israel und die friedliche Gestaltung der jüdisch-arabischen Beziehungen. Und wir wollen nicht zulassen, dass Rassenhass, nationale Überheblichkeit und politisch-religiöser Fanatismus den Frieden der Menschheit gefährden.

Auf diesen Überzeugungen

beruht die Arbeit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Göttingen, einer von bundesweit über 75 örtlichen Gesellschaften, deren Dachorganisation der Deutsche Koordi-nierungsRat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit ist. Dieser veranstaltet jährlich die „Woche der Brüderlichkeit“ und verleiht dabei die Buber-Rosenzweig-Medaille für Verdienste um die Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden.

Um unsere Aufgaben zu erfüllen,

brauchen wir Menschen, die sich solidarisch für unsere Ziele einsetzen und bereit sind, die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit durch Mitgliedschaft, Beiträge oder Spenden zu unterstützen.

Werden Sie Mitglied - hier haben Sie die Möglichkeit