Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Göttingen e.V.
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Sonntag, den 25. Januar 2026 , 17 Uhr -- Ev.-reformierte Gemeinde, Untere Karspüle 11, Göttingen

Lili Grün, geboren 1904 in Wien, verfasste Gedichte, Kurzgeschichten und drei Romane im Zeitstil der neuen Sachlichkeit. Nach der Okkupation Österreichs durch die Nationalsozialisten 1938 hatte sie als Jüdin keine Möglichkeit mehr zu publizieren. Sie wurde 1942 aus Wien deportiert und sogleich nach ihrer Ankunft im weißrussischen Maly Trostinec ermordet. Ihr Werk wurde erst vor wenigen Jahren wieder entdeckt. Carmen Barann und Martin Tschoepe spüren in ihren Rezitationen dem Leben und Werk der Dichterin nach und schaffen es durch die eigens dafür komponierte Gambenmusik, die Stimmung der Worte hervorzuheben und die Atmosphäre der 30er Jahre in Wien und Berlin einzufangen.
Veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Göttingen e.V.
Dienstag, den 27. Januar 2026 , 19 Uhr -- Altes Rathaus Göttingen, Markt 9, Göttingen
Ein Abend mit Gesprächen und jüdischen Liedern —
mit der Zeitzeugin Rozette Kats, der Sängerin Mirjam van Dam und Ed Boekee am Klavier
Die Niederländerin Rozette Kats, Jahrgang 1942, erfährt am Vorabend ihres sechsten Geburtstages, dass sie das Kind jüdischer Eltern ist, die den Holocaust nicht überlebt haben. Ihr Onkel, der einzige weitere Überlebende der Familie, vermag nicht, über die ermordeten Verwandten zu sprechen. Erst Mitte der 1980er Jahre bekommt sie von ihm das Hochzeitsbild ihrer Eltern. Später findet sie heraus, dass ca. drei Monate vor der Deportation der Eltern von Westerbork nach Auschwitz-Birkenau ihr Bruder geboren wurde. Es ist ein langer und schmerzlicher Prozess für Rozette Kats, mit dem Schatten der Vergangenheit leben zu lernen, der ihr vor allem durch ein vielfältiges Engagement in der Erinnerungsarbeit auf beeindruckende Weise gelungen ist. Rozette Kats hat in den vergangenen Jahren mehrfach an verschiedenen Schulen in unserer Region ihre Biographie erzählt. Im Jahr 2023 hielt sie im deutschen Bundestag eine Gedenkrede zum 27.Januar.
Musikalisch wird der Abend von der Sängerin Mirjam van Dam und Ed Boekee am Klavier untermalt. Sie werden Lieder aus der Zeit vor dem Krieg vortragen, als Juden in „Shtetels“ Osteuropas lebten.
Veranstaltet vom Bündnis 27. Januar — Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Es wird eine Aufzeichnung der Veranstaltung geben.
Sonntag, den 8. März 2026 , 11 Uhr -- Gürzenich in Köln
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Sonntag, den 25. Januar 2026 , 16 Uhr -- Citykirche St. Michael, Kurze Straße

Freitag, den 30. Januar 2026 , 14 Uhr -- Treffpunkt Schranke Goßlerstraße / Ecke Käte-Hamburger-Weg, Göttingen
wir möchten Sie auf den Stadtteilrundgang "Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus – Rolle der Hebammen" am Freitag, den 30. Januar 2026 um 14:00 Uhr hinweisen. Treffpunkt für den Rundgang ist die Schranke Goßlerstraße / Ecke Käte-Hamburger-Weg, Göttingen.
Unten finden Sie die Ankündigung des Stadtteilrundgangs. Über Ihren Besuch würden wir uns sehr freuen.
Wir würden uns freuen, wenn Sie die Ankündigung in Ihren Medien bekannt machen könnten.
Mit vielen Grüßen
Arndt Kohlmann
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Freitag, 30. Januar 2026 |14 Uhr
Medizin in Göttingen im Nationalsozialismus – Rolle der Hebammen | Ein Stadtteilrundgang
mit Cornelia Krapp, Geschichtswerkstatt Göttingen
Treffpunkt Schranke Goßlerstraße / Ecke Käte-Hamburger-Weg, Göttingen
Schwangerschaften von Zwangsarbeiterinnen waren in Nazi-Deutschland grundsätzlich ebenso unerwünscht wie ausländische Kleinkinder. Sie hielten die Frauen von der Arbeit ab und erforderten Aufwand zur Betreuung. Jedoch kamen in sämtlichen Krankenhäusern der Region sowie in Lagern und Einzelunterkünften Kinder von Zwangsarbeiterinnen zur Welt. Schwangere Frauen aus Osteuropa wurden zudem für wissenschaftliche Zwecke missbraucht, indem sie als „Hausschwangere“ für die medizinische Ausbildung zur Verfügung stehen mussten.
Der Rundgang über das Gelände des alten Universitätsklinikums zwischen Goßlerstraße und Humboldtallee gibt eine Einführung in die Göttinger Klinikgeschichte. Es geht um Zwangsarbeiter*innen als Patient*innen und als Personal im Klinikum, um Zwangssterilisationen in der Frauenklinik und um die Rolle, die Hebammen bei alledem spielten.
Für rechte Ideologien sind Hebammen seit jeher wichtig – die Berufsgruppe soll dabei helfen, Frauen auf ihre Mutter-Rolle festzulegen. Im Nationalsozialismus wurde 1938 gesetzlich vorgeschrieben, dass zu jeder Geburt eine Hebamme hinzugezogen werden musste. Heute hingegen legen Hebammen Wert darauf, dass sich ihre Berufsethik nicht mit rechtem Gedankengut vereinbaren lässt. Und im Hebammengesetz wird ausdrücklich betont, dass Hebammen das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung achten sollen.Der Rundgang ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Veranstaltet von: Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945" und Geschichtswerkstatt Göttingen im Rahmen der Göttinger Veranstaltungsreihe „Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Veranstaltungsreihe: 9. November - 27. Januar"-- Ausstellung Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945 Godehardstraße 11 [mit separatem Eingang im Gebäude der BBS II] 37081 Göttingen Telefon: 0551 / 29 34 69 01 E-Mail: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu Website: www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu Öffnungszeiten: montags-freitags 10-14 Uhr donnerstags 15-18 Uhr jeden 1. Sonntag im Monat 14-17 Uhr
Sonntag, den 1. Februar 2026 , 16 Uhr -- Synagoge der Jüdischen Gemeinde Göttingen e.V. Angerstraße 14
"Zwischen Tradition und Assimilation:
Tragödie des russischen Judentums"
konzertante Lesung
Dr. Roman Salyutov und Agnes Grube
Am Anfang des 20. Jahrhundert befand sich das russische Judentum auf einem
Scheideweg: Der Antisemitismus des zaristischen Regimes bedrängte die jüdische
Bevölkerung und löste in vielen jüdischen Menschen Sympathien zur sozialistischen
Bewegung aus, verbunden mit der Hoffnung auf Gleichbehandlung. Andererseits waren
die Jüdische Tradition und die Ansprüche der neuen russischen Macht nicht vereinbar.
Diesem tragischen Dilemma wurden die Juden Russlands ausgesetzt - und ihre
Entscheidungen verpassten der Geschichte des russischen Judentums einen
unverkennbaren, tragischen Stempel und bedingten seine große Identitätskrise.
Anhand ausgewählter Texte des aus Odessa stammenden russisch-jüdischen
Schriftstellers Isaak Babel wird dem Publikum dieses besondere Kapitel aus der
Geschichte des Ostjudentums näher gebracht, stimmungsmäßig vertieft durch
musikalische Werke großer Komponisten.
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Dr.Roman Salyutov (Klavier und Moderation) |
A.Grube (Oboe) |
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Veranstalter: DIG -Göttingen
Gesellschaft für christl.- jüd. Zusammenarbeit Göttingen e.V.
Jüdische Gemeinde Göttingen e.V.