Neu im Archiv:
- "Juden und Judentum an der Göttinger Georgia Augusta", Vortragstext von Prof. Dr. Berndt Schaller
- "Den Willen unseres Vaters im Himmel tun", Vortragstext von Dr. Stephan Goldschmidt
- Erklärung des Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zum Angriff in Hanau am 19.Feb.2020
- Pressemeldung zum Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Halle am 19.Oktober 2019
- 60 Jahre Göttinger GcjZ: Eine Chronik
Wir begrüßen Sie auf unseren Webseiten und hoffen,
daß Sie von unseren Anliegen und den Angeboten der Gesellschaft angesprochen sind.
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Aktuelles
Donnerstag, den 1. Oktober 2020 -- Kino Lumiere, Geismar Landstraße 19 37083 Göttingen. Kino MÉLIÈS Bürgerstr. 13 37073 Göttingen
Filme im Lumiere und Melies
Liebe Mitglieder und Freunde,
wir als GCJZ kooperieren bei passenden Programmangeboten mit den Kinos Lumière und Meliès. Deshalb möchte ich Sie auf drei Filme aufmerksam machen, die dort im Oktober gezeigt werden und die vielleicht nicht nur mein, sondern auch Ihr Interesse finden.
Die Informationen dazu finden Sie im Anschluss als Fließtext, aber auch als Datei im Anhang. Nähere Informationen finden Sie auch unter:
https://lumiere-melies.de/monatsprogramm/
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Esther Heling-Hitzemann
Persischstunden
1942. Gilles, ein junger Belgier, wird zusammen mit anderen Juden von der SS verhaftet und in ein Lager nach Deutschland gebracht. Er entgeht der Exekution, indem er schwört, kein Jude, sondern Perser zu sein – eine Lüge, die ihn zunächst rettet. Doch dann wird Gilles mit einer unmöglichen Mission beauftragt: Er soll Persisch (Farsi) unterrichten. Der Lagerkommandant Klaus träumt nämlich davon, nach Kriegsende ein Restaurant im Iran zu eröffnen. Ein schwieriges Unterfangen, wenn man kein Wort Farsi spricht, doch Gilles entwickelt ein raffiniertes System, um eine Sprache Wort für Wort komplett zu erfinden. Der Schwindel könnte jederzeit auffliegen... Inspiriert von wahren Begebenheiten, erschuf Regisseur Vadim Perelman mit PERSISCHSTUNDEN ein hochspannendes, wendungsreiches Drama, das eine packende und emotionale Geschichte vom menschlichen Überlebenswillen erzählt. Es gelingt ihm dabei, ein schweres Thema mit großer Leichtigkeit zu inszenieren.
D, Russland 2019, 127 Min., FSK: 12 Regie: Vadim Perelman Mit: Nahuel Perez Biscayart, Lars Eidinger, Jonas Nay
Donnerstag 1. bis Mittwoch 14.10. im Kino Meliès — Termine im Timetable
Kiss me kosher
Die quirlige jüdische Großmutter Berta und ihre Enkelin Shira streiten leidenschaftlich über die Liebe und darüber, was Frau darf und was nicht. Vor allem als Shira mit Maria eine Deutsche heiraten will. Das Chaos ist perfekt als Marias Eltern auf die Jerusalemer Mischpoke treffen. In einem Punkt sind die unterschiedlichen Familien einig: Die Hochzeit muss geplant werden! Nur eine versucht das mit allen Mitteln zu verhindern: Berta. Für sie ist eine Ehe zwischen einer Israelin und einer Deutschen ein Ding der Unmöglichkeit. Obwohl auch sie mit dem Palästinenser Ibrahim ein recht unkonventionelles Liebesglück gefunden hat, das sie im Gegensatz zur lebensfrohen Enkeltochter vor der Familie verheimlicht … „Flottes Tempo, pfiffige Dialoge, reichlich Situationskomik sowie spielfreudige Darsteller lassen den Zusammenprall der Kulturen und ungleichen Familien zum gelungenen Debüt werden. Culture-Clash mit Chuzpe und Charme!“ (programmkino.de)
Israel, D 2020, 106 Min. OmU und DF FSK: 12 Regie: Shirel Peleg Mit: Moran Rosenblatt, Luise Wolfram, Rivka Michaeli
Donnerstag 15. bis Mittwoch 28.10. im Kino Meliès
Chichinette - Wie ich zufällig Spionin wurde
Mit fast 100 Jahren tourt Marthe Cohn durch die ganze Welt. Die kleine weißhaarige Frau hat Charakter, Humor und viel Energie. Ihre Vorträge sind unterhaltsam, mit Schlagfertigkeit und Charme fesselt Marthe ihr Publikum. Marthe Hoffnung, eine französischen Jüdin aus Metz, die im Krieg ihren Verlobten und ihre Schwester verlor und 1945 entschied, als Spionin für die Alliierten in Nazi-Deutschland ihr Leben aufs Spiel zu setzen und für das Ende des Krieges zu kämpfen. Erst 60 Jahre später sprach Marthe Cohn über ihre unglaubliche Geschichte. Der Film erzählt in atmosphärischen, teils animierten Bildern einen beeindruckenden Lebensweg und beobachtet Marthe heute, wie sie mit fast manischem Eifer die Welt bereist, um ihre Geschichte mit der jungen Generation zu teilen.
D 2019, 86 Min., OmU FSK: o.A. Regie: Nicola Alice Hens
Sonntag 11., Montag 12. und Mittwoch 14.10. um 17.30 Uhr Dienstag 13.10. um 20.15 Uhr — Jeweils im Kino Lumière
Donnerstag, den 15. Oktober 2020 -- Mehrere Termine
Aufführungsreihe zum 100. Geburtstag von Paul Celan
Montag, den 9. November 2020 , 18 Uhr -- Platz der Synagoge, 37073 Göttingen
Familie Nussbaum: Leben – Flucht – Weiterleben
Gedenkstunde am Mahnmal
Die diesjährige Veranstaltung zum Gedenken an die Reichspogromnacht vom 9./10.11.1938 wird gestaltet von Schüler*innen des Geschichtstutoriums des Max-Planck-Gymnasiums Göttingen (Frauke Bury).
Diese Veranstaltung der GCJZ Göttingen e.V. und der Stadt Göttingen ist Teil der diesjährigen Veranstaltungsreihe des Göttinger Bündnisses zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.
Donnerstag, den 12. November 2020 , 19.30 Uhr -- Gemeindesaal St. Michael, Kurze Straße 13, 37073 Göttingen
Neve Shalom/Wahat al-Salam und die School for Peace
Wegweisende Visionen für eine neue israelische Gesellschaft
Vortrag von Dr. Ulla Philipps-Heck
(seit 1989 im Vorstand des „Freunde von Neve Shalom/Wahat al Salam e.V.)
Trotz aller Widrigkeiten beweist das Friedensdorf Neve Shalom/Wahat al Salam in Israel seit über 40 Jahren, dass ein gleichberechtigtes, friedliches Zusammenleben von Juden und Palästinensern tatsächlich gelingen kann. Seine Bildungs-institutionen, insbesondere die bilinguale Grundschule und die Friedensschule, sind zu nachhaltigen Modellen geworden. Alle Bildungseinrichtungen von Neve Shalom/Wahat al Salam zeigen, dass ihre Bildungsarbeit auf der Grundlage der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Respekts fruchtbare Samen sind für die Entwicklung einer neuen israelischen Gesellschaft.
Der Vortrag wird das Friedensdorf vorstellen und dabei insbesondere Geschichte, Konzept und konkrete Arbeit seiner School of Peace in den Blick nehmen, einem global einzigartigen, wegweisenden Begegnungs- und Fortbildungszentrum.
Veranstaltung des Ökumenischen Arbeitskreises Frieden im Rahmen der diesjährigen Friedensdekade, in Kooperation mit der GCJZ Göttingen e.V.
Dienstag, den 24. November 2020 , 19.30 Uhr -- Gemeindesaal der Ev.-Reformierten Gemeinde, Untere Karspüle 11, 37073 Göttingen
Mod Helmy - Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete.
Lesung und Diskussion mit Igal Avidan (Journalist)
Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Intimfreund, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. Der Journalist Igal Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnet seine einzigartige Geschichte nach.
Anmeldung erforderlich unter info@gcjz-goettingen.de oder telefonisch unter 0551 205 4746.
Diese Veranstaltung der GCJZ Göttingen e.V. ist Teil der diesjährigen Veranstaltungsreihe des Göttinger Bündnisses zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und wird gefördert von der Stadt Göttingen.
Montag, den 30. November 2020 , 19 Uhr -- Kirche der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Göttingen, Untere Karspüle 11
„… sie sprechen von mir nur leise.“ (Mascha Kaléko)
Das Zitat ist der Titel eines lyrisch-musikalischen Portraits, das die Schauspielerin Paula Quast und die Cellistin Krischa Weber als Hommage an die Literatin Mascha Kaléko darbieten. Es richtet sich nicht nur an Menschen jeden Alters, die Gedichte zwischen Alltag und großen Gefühlen lieben, sondern an alle, die sich vom hektischen Alltag eine Auszeit nehmen wollen.
Paula Quast spricht die Gedichte von Mascha Kaléko im Vertrauen auf die Kraft des einzelnen Wortes, durch den Mut zur Pause lässt sie ihnen Raum, ihre Wirkung zu entfalten. Ihr Gesichtsausdruck und ihre Körperhaltung sind unaufdringlich, und doch ist sie so präsent, dass sie und die Dichterin im Laufe der Inszenierung immer mehr zu einer Person verschmelzen.
Die Musikerin Krischa Weber lässt mit ihren Improvisationen die Melancholie hörbar werden, welche die Werke umgeben, dabei überdecken die Töne aber nicht die für Mascha Kaléko ebenfalls typische lebensbejahende Ironie, mit der sie die Welt zu kommentieren wusste.
Eintritt frei, Spenden erwünscht
Anmeldung erbeten unter info@gcjz-goettingen.de oder telefonisch unter 0551 205 4746.
Eine Veranstaltung der GCJZ Göttingen e.V. in Kooperation mit der Ev.-Reformierten Gemeinde
Sonnabend, den 6. Februar 2021 , 19 Uhr -- Kirche der Evangelisch-Reformierten Gemeinde Göttingen, Untere Karspüle 11
Mir gejen zusamen — Jiddische Lieder & Klezmer
VALERIYA SHISHKOVA & „Di Vanderer“.
VALERIYA SHISHKOVA Gesang, SERGEY TREMBITSKIY Klavier, Flöte, GENNADIY NEPOMNJASCHIY Klarinette
Valeriya Shishkova gilt als eine der deutschlandweit überzeugendsten Interpretin jiddischer Lieder. Die zahlreichen Konzertgastspiele von Bremen bis München brachten ihr in den vergangenen Jahren große Anerkennung in Deutschland, aber auch in der internationalen Szene: sie ist Preisträgerin bei 3. International Jewish Music Competition in Amsterdam. Und das liegt an der besonderen Persönlichkeit der Sängerin, die Wärme, Empathie und innige Anteilnahme zu verschenken weiß.
Für dieses Programm hat die russisch-jüdische Sängerin, die seit 2003 das Publikum mit jiddischen Liedern begeistert, wieder die Lieder ausgewählt, die sie selbst emotional berühren. Und weil ihre eigenen Interpretationen so ganz auf den persönlichen Charakter der Lieder aufbauen, strahlen sie auch eine so berührende Emotionalität aus. Mit ihrer schönen, wandlungsfähigen Stimme und durch ihre so persönliche, Art zu singen, teilt Valeriya Shishkova ihre reiche Gefühlswelt und Freundlichkeit, den großen Reichtum ihrer Seele mit ihrem Publikum. Die beiden Instrumente von „Di Vanderer“– Klavier und Klarinette – mit ihrem Naturklang verstärken und unterstützen ihren Auftritt.
Wegen der (vermutlich dann immer noch) beschränkten Plätze wird eine Anmeldung empfohlen unter info@gcjz-goettingen.de oder Tel. 205 4746
Eine Veranstaltung der GCJZ Göttingen e.V. in Kooperation mit der Ev.-Reformierten Gemeinde Göttingen.
Aktuelles vom DKR
Montag, den 2. November 2020 , 19 Uhr -- Zoom-Vortrag
Gelebter Dialog durch Sport
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Donnerstag, den 5. November 2020 , 19 Uhr -- Frauenkirche, Dresden
Rabbiner-Brandt-Vorlesung 2020
Rabbiner Prof. Dr. Walter Homolka wird zum Thema „Der Staat und die Pluralisierung der Gesellschaft“ sprechen. Für diese Veranstaltung wird wegen der begrenzten Platzzahl eine Anmeldung erforderlich sein. Dazu kommen entsprechende Infos zeitnah zum Event.
Sonnabend, den 7. November 2020 , 19.30 Uhr -- Dreikönigskirche, Dresden
Christlich-Jüdische Gemeinschaftsfeier
Der ursprüngliche geplante Termin im Rahmen der WdB im März 2020 wird nun am 7.11. nachgeholt. Auch hier gibt es nur eine begrenzte Teilnehmerzahl, die eine Anmeldung erforderlich macht.
Hierzu erhalten Sie voraussichtlich im September genauere Infos.
Sonntag, den 8. November 2020 , 11.30 Uhr -- Schloss Albrechtsberg, Dresden
Nachgeholte Preisverleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille an Bundeskanzlerin Merkel
Um diese Veranstaltung so sicher wie möglich stattfinden zu lassen und nicht wieder absagen zu müssen, wird sie als nicht-öffentliche Veranstaltung mit +/- 50 geladenen Gästen geplant. Wir haben das ZDF gebeten, einen Live-Stream zu ermöglich, damit möglichst viele die Verleihung live am PC verfolgen können. Zum Live-Stream erhalten Sie zeitnah entsprechende Infos. Wie immer gibt es dann eine Zusammenfassung der Preisverleihung am Abend im Fernsehen und die gesamte Veranstaltung in der Mediathek des ZDF.
Andere Veranstalter
Dienstag, den 1. September 2020 -- BBS II, Godehardstraße 11, 37081 Göttingen [mit separatem Eingang]
Ausstellung Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945
Nach der Sommerpause öffnet die Geschichtswerkstatt Göttingen die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939 – 1945“. Die Ausstellung hat einen separaten Eingang im Gebäude der Berufsbildenden Schulen BBS II (Godehardstraße 11, 37081 Göttingen). Besuche sind ab Montag, 1. September 2020, wieder möglich.
Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag (10:00-14:00 Uhr), zusätzlich am Donnerstagnachmittag (15:00-18:00 Uhr) sowie am 6. September 2020 (Sonntag) zwischen 14:00-17:00 Uhr geöffnet. Vier neue Angebote für (Jugend-)Gruppen sind in Arbeit.
Vier neue Workshops sollen es (Jugend-)Gruppen bald ermöglichen, sich das Thema Zwangsarbeit zu erschließen. Die Angebote behandeln die Biografien einzelner Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und jene Orte, an denen Zwangsarbeit verrichtet wurde. Ein weiterer Workshop beleuchtet die von den Nationalsozialisten betriebene Propaganda, deren Ziel es war, Zwangsarbeit zu verharmlosen und sie als Teil des Kampfes gegen den „Bolschewismus“ darzustellen. Interessierte Kleingruppen können die einzelnen Angebote kostenfrei besuchen. Es wird um telefonische Anmeldung gebeten (tel. 0551 / 29346901). Die Workshops richten sich primär an junge Menschen ab etwa 15 Jahren.
Ein virtueller Gang durch die Ausstellung ist auch online in deutscher, polnischer und teilweise italienischer und niederländischer Sprache möglich: www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu Auf der Website sind auch die COVID-19-bedingten Einschränkungen aufgeführt.
Zwei Führungen durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit...“ am Sonntag, 4.10.2020
Ort: Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" in der BBS II, Göttingen, Godehardstraße 11
Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Führungen ist frei, um eine Spende wird gebeten.
Maximal 6 Teilnehmer*innen pro Führung
Eine Voranmeldung ist notwendig!
info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder Tel. 0551 / 29 34 69 01
Sonntag, 4. Oktober 2020 | 14:00 - 15:30 Uhr
Kinder und Jugendliche in der NS-Zwangsarbeit
mit Tabea Hildebrandt, Geschichtsstudentin
Bis zu 60.000 Menschen mussten während des Zweiten Weltkriegs in Göttingen und Umgebung Zwangsarbeit leisten. Viele von ihnen waren noch sehr jung – einige waren Jugendliche oder sogar Kinder. In dieser thematischen Führung durch die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ werden fünf dieser jungen Zwangsarbeitenden vorgestellt. Erst zwischen fünf und 21 Jahren alt waren sie, als sie in Polen, der Sowjetunion, den Niederlanden oder Italien von Wehrmachtssoldaten aus ihren Heimatdörfern entführt und nach Südniedersachsen deportiert wurden. Wie sah ihr Leben in der Zwangsarbeit aus? Welche rassistischen Gesetze und Vorurteile bestimmten ihre Überlebenschancen und Handlungsstrategien? Wie empfanden sie ihre Befreiung 1945 und welche Spielräume hatten sie danach, ihr Leben zu gestalten?
Sonntag, 4. Oktober 2020 | 15:30 – 17:00 Uhr
Alltag und Alltäglichkeit der NS-Zwangsarbeit
mit Frauke Klinge, Historikerin (Geschichtswerkstatt Göttingen)
Die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ macht deutlich: Zwangsarbeit war ein Massenphänomen, das im Zweiten Weltkrieg auch in Göttingen und der Region überall sichtbar war. Sie bestimmte nicht nur das tägliche Leben der Zwangsarbeitenden, sondern gehörte auch für die deutsche Bevölkerung zum selbstverständlichen Alltag. In dieser thematischen Ausstellungsführung werden Alltag und Alltäglichkeit der Zwangsarbeit genauer betrachtet. Wie und wo lebten die nach Deutschland verschleppten Menschen? Wo arbeiteten sie? Wurden sie entlohnt? Gab es Freizeit für sie? Wie war der Kontakt mit Deutschen? Und wie prägte der nationalsozialistische Rassismus das Leben der Zwangsarbeitenden?
Darüber hinaus hat die Ausstellung am 4. Oktober 2020 von 14:00 - 17:00 Uhr für Einzelbesucher*innen geöffnet.
Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwa
Telefon: 0551 / 29 34 69 01
E-Mail: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu
Website: www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu
Unser vielfältiges pädagogisches Angebot ermöglicht Schulklassen und Jugendgruppen die aktive Auseinandersetzung mit unserer Ausstellung Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945. Unser Programm ist für Menschen ab etwa 15 Jahren geeignet. Es besteht aus Bausteinen für eine jugendgerechte Vermittlung, die einzelnen Module können je nach Interesse und Bedürfnissen flexibel kombiniert werden.
Aufgrund der Corona-Pandemie bieten wir folgende Führungen und Workshops bis Ende 2020 für Schulklassen und Jugendgruppen kostenlos an:
Für den Kurzbesuch
• Interaktive Erkundungstour: Dauer 1,5 bis 2 Stunden, historische Vorkenntnisse nicht erforderlich
Mehr Zeit für aktives Lernen
• Geschichte erforschen mit dem Museumskoffer: Workshop dauert 3 bis 4 Stunden mit Pausen, allgemeine historische Vorkenntnisse erwünscht
• Propaganda zur Zwangsarbeit: Workshop dauert 3,5 Stunden mit Pausen, allgemeine historische Vorkenntnisse erwünscht
• Anecken, ausgrenzen, aufräumen: Strategien des jungen Rechtsaußenspektrums: (Aktuelles Thema!) Workshop dauert 6 Stunden mit Pausen, geringe Vorkenntnisse hilfreich, aber nicht erforderlich
Genauere Informationen hierzu finden sie auf unserer Website:
http://zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu/de/ausstellung-vor-ort/angebot-fuer-jugendgruppen.html
Voranmeldung: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder tel. 0551 / 29 34 69 01
Zurzeit entwickeln wir weitere Workshops:
• Spurensuche zur Zwangsarbeit (Fokus: Quellenkritik)
• Orte der Zwangsarbeit
• Noch immer von gestern? ‚Volksgemeinschaft‘ im jungen Rechtsaußenspektrum (Aktuelles Thema!)
Bitte machen Sie potenzielle Interessent*innen auf unsere Angebote aufmerksam oder besuchen Sie uns einfach selbst. Bei Fragen und Anregungen kontaktieren Sie uns bitte.
Öffnungszeiten: montags-freitags 10-14 Uhr donnerstags 15-18 Uhr jeden 1. Sonntag im Monat 14-17 Uhr
Sonnabend, den 31. Oktober 2020 , 11 Uhr
Schabbaton mit Kantor Daniel Kempin, Frankfurt a.M.,
zum Thema "Baladen, tfiles un shmuesn".
In diesem Schabbaton geht es um erzählende Lieder, um Gespräche und Geschichten. Im Dialog befinden sich Eltern und Kinder oder Liebespaare. Es finden vertrauliche Bekenntnisse zu einer Kerzenflamme, einem Weidenbaum oder einem Foto statt. Auch Gebete sind Dialoge mit G‘‘tt, die zugleich Geschichten erzählen können.
Von den zahlreichen Balladen hat Chasan Daniel Kempin Berichte über historische Erfahrungen im Babylonischen Exil, in Odessa, aber auch aus intimen Situationen in einem Wald oder der Negev-Wüste ausgewählt.
Die Themenwahl ermöglicht eine große Bandbreite von humoristischen, nachdenklichen, ausgelassenen und sehnsuchtsvollen Gesängen in jiddischer und hebräischer Sprache.
Anmeldung an Fr. Jürgenliemk unter jalueli@web.de oder Telefon (0551) 68737
Eine Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Göttingen in Kooperation mit der GCJZ Göttingen e.V.
Sonnabend, den 7. November 2020 , 13 Uhr -- KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Sonderführungen zur Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Presseinformation
16.10.2020

Vom Tat- zum Erinnerungsort. Sonderführung zur Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora am Samstag, den 7. November 2020, um 13 Uhr in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Teilnahme kostenlos. Um Voranmeldung wird gebeten per Email unter besucheranmeldung@dora.de oder telefonisch unter 0363-495820. Geltende Hygienemaßnahmen sind zu beachten.
Nordhausen. Im April 1945 befreiten US-amerikanische Truppen das Konzentrationslager Mittelbau-Dora bei Nordhausen. Heute erinnert dort eine Gedenkstätte an die Verbrechen der Nationalsozialisten. 75 Jahre nach Kriegsende zeugt das ehemalige Lagergelände jedoch nicht nur vom Konzentrationslager selbst, sondern auch dem wechselvollen Umgang mit der Geschichte des Ortes.
Was geschah am Ort der Verbrechen unmittelbar nach Kriegsende? Wie wurde am Fuße des Kohnsteins an das Konzentrationslager erinnert? Wie haben sich Deutungen und Präsentationen des Ortes über die Jahrzehnte verändert? Bereits für das Rahmenprogramm zum 75. Jahrestag der Befreiung im Frühjahr plante die Gedenkstätte zwei Sonderführungen, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen. Nun kann das spezielle Führungsangebot am Samstag, den 24. Oktober und am Samstag, den 7. November 2020 nachgeholt werden. Beginn ist jeweils um 13 Uhr vor dem Museumsgebäude der Gedenkstätte.
Aus Gründen des Infektionsschutzes werden die Teilnehmenden gebeten, während der gesamten Führung einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Eine Stollenbegehung ist im Rahmen der Führung nicht vorgesehen. Da die erlaubte Anzahl an Teilnehmenden begrenzt ist, bittet die Gedenkstätte zudem um eine Voranmeldung. Zu erreichen ist die Besucherinformation der Gedenkstätte per Email unter besucheranmeldung@dora.de, oder telefonisch unter 03631/495820. Die Teilnahme ist kostenlos.
Bildanhang: Eingangsbereich zum ehemaligen Häftlingslager des KZ Mittelbau-Dora mit DDR-Gestaltung (Foto1); Rednertribüne auf dem ehemaligen Appellplatz um 1980. Auf dem Postament ist die alte Inschrift zu sehen, die 1993 entfernt und später ersetzt wurde (Foto 2).
Marvin Keitel
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Strategische Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 3631 495823
Telefax: +49 3631 495813
Mail: presse@dora.de


Sonnabend, den 7. November 2020 , 19 Uhr -- Klosterkirche Germerode
Konzert der Gruppe "Sephardics"

Mittwoch, den 27. Januar 2021 , 19.30 Uhr -- Altes Rathaus, Markt, Göttingen
Menschenversuche im Nationalsozialismus
Zeitzeuginnengespräch mit Rita Prigmore
Die junge Sintezza Theresia Winterstein soll sich entscheiden: Sterilisation oder Deportation. Dann wird festgestellt, dass sie Zwillinge erwartet. Um nicht abtreiben zu müssen und deportiert zu werden, muss sie die Kinder der Zwillingsforschung zur Verfügung stellen. Nach der Geburt werden ihr die Kinder, Rita und Rolanda, weggenommen. Einige Wochen später schafft sie es, zu ihren Töchtern zu gelangen. Da ist Rolanda nicht mehr am Leben. Rita hat die Menschenversuche durch einen Mengele-Schüler überlebt. Wir sprechen mit Rita Prigmore, geborene Winterstein.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch die jüdischen Musiker Daniel Kempin (Gesang und Gitarre) und Dimitry Reznik (Violine).
Bitte melden Sie sich an unter: info@roma-center.de oder 0551 388 7633
Veranstaltet vom Göttinger Bündnis zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.


